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Berufs- und Freiwillige Feuerwehren
Dr. Iris Häuser
Die Feuerwehren im Land löschen nicht nur Brände. Sie sind inzwischen auch häufig als Helfer bei Unfällen und bei der Beseitigung von Gefahrgütern im Einsatz. Jede Gemeinde muss auf eigene Kosten eine leistungsfähige Feuerwehr ausrüsten und unterhalten. Bis zu einer Einwohnerzahl von 100.000 handelt es sich meist um Freiwillige Feuerwehren, deren Mitglieder ehrenamtlich arbeiten.
Derzeit sind rund 108.500 ehrenamtliche Feuerwehrleute in Baden-Württemberg tätig, wobei es zunehmend schwierig wird, Nachwuchs zu finden. So engagieren sich nach Angaben des Landesfeuerwehrverbands immer weniger Menschen als aktive Mitglieder in den Freiwilligen Feuerwehren, die Zahl der Einsätze indes steigt.
Städte mit einer Einwohnerzahl von mehr als 100.000 müssen eine Berufsfeuerwehr bereitstellen. Die Städte Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Karlsruhe, Mannheim, Pforzheim, Reutlingen und Stuttgart beschäftigen über 1.800 hauptberufliche Feuerwehrleute.
Katastrophenschutz
Der Katastrophenschutz ist in Friedenszeiten Sache der Länder. Im Verteidigungsfall führen die Länder den Katastrophenschutz im Auftrag des Bundes aus. Die Mehrheit der rund 200.000 Katastrophenhelfer in Baden-Württemberg arbeitet auf ehrenamtlicher Basis. Sie sind immer dann gefragt, wenn Menschen oder Umwelt gefährdet sind.
Katastrophenschutzhelfer kommen bei Naturereignissen wie Erdbeben, Orkanen oder Hochwasser zum Einsatz, außerdem bei schweren Unfällen, wie etwa einem Eisenbahnunglück oder einem Unglück in einem Kernkraftwerk, oder auch bei terroristischen Anschlägen.

