
- Foto: LMZ Baden-Württemberg
Neue Medien
Computer und Internet spielen neben den klassischen Medien eine immer wichtiger werdende Rolle. Knapp sieben Millionen Menschen nutzen in Baden-Württemberg den Personal Computer, etwa 6,4 Millionen sind „online“. Durch Bemühungen des Landes, der Schulträger und der privaten Wirtschaft ist die Vollausstattung mit multimediafähigen Computern an den öffentlichen Schulen Baden-Württembergs erreicht. Weil Medienkompetenz eine Schlüsselqualifikation ist, widmen sich zahlreiche Einrichtungen und medienpädagogische Initiativen in schulischen, außerschulischen und universitären Projekten ihrer Stärkung.
Die Informations- und Medienwirtschaft ist für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit Baden-Württembergs von entscheidender Bedeutung. Mit einem Anteil von zehn Prozent an der Bruttowertschöpfung des Landes und rund 300.000 Beschäftigten ist sie mittlerweile der stärkste Wirtschaftszweig. Seit Mitte der 1990er Jahre wuchs die Wirtschaftsleistung in diesem Sektor mehr als doppelt so stark, die Zahl der Beschäftigten sogar dreimal so stark wie in der Gesamtwirtschaft des Landes. Neben leistungsfähigen mittelständischen Unternehmen sind im Land auch Global Player ansässig wie SAP in Walldorf oder die deutschen Niederlassungen von IBM und Hewlett Packard in Stuttgart. Auch in den Bereichen Webdesign und Usability („Gebrauchstauglichkeit“) hat Baden-Württemberg eine Vorreiterrolle übernommen: Der „Deutsche Multimedia Kongress Interaktives Design“ versammelt jährlich Experten, Entscheider und Kreative der Interaktivbranche in Stuttgart.
Um die gute Position zu halten und den IT- und Medienstandort Baden-Württemberg weiter zu stärken, hat die Landesregierung im Jahr 2002 die IT- und Medienoffensive „doIT“ gestartet. Über die „doIT“-Geschäftsstelle bei der MFG Baden-Württemberg werden alle Projekte und Akteure vernetzt, die im IT- und Medienbereich aktiv sind: Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Verbände, Wirtschaftsförderer und Nachwuchskräfte. Ein weiteres Beispiel des Themenportfolios ist das innovative Forschungsprojekt „FAZIT“ für aktuelle und zukunftsorientierte IT- und Medientechnologien und deren Nutzung in Baden-Württemberg. An der Schwelle zum Internet der zweiten Generation entstehen zudem neue Möglichkeiten für Web-Anwendungen und neuartige Formen digitaler Netzwerke. Die MFG hat im Jahr 2006 das „Innovationsprogramm web 2.0“ initiiert, um die vielfältigen technischen, wirtschaftlichen und sozialen Potenziale Baden-Württembergs auszuschöpfen und bundesweit zu positionieren.

